Aktuelles für Einspeiser

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Aktuelles für Einspeiser
Ein Interessent sucht mit dem Handy am Laptop nach aktuellen Neuigkeiten zum Thema Einspeisung.

Bleiben Sie als Einspeiser auf dem Laufenden: Neuigkeiten rund um den Ablesekartenversand, aktuelle Projekte oder Änderungen gesetzlicher Grundlagen finden Sie hier.

EEG-Umlage

Durch die EEG-Umlage, die ein fester Bestandteil des Preises für Stromlieferungen ist, wird die Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren Energien refinanziert und auf die Stromkunden verteilt. Von den Übertragungsnetzbetreibern wird die Höhe der EEG-Umlage jährlich ermittelt und auf deren gemeinsamer Internetplattform www.netztransparenz.de veröffentlicht.

Seit dem EEG 2014 wird bei neuen Stromerzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 10 kW und nach Anlagenänderungen grundsätzlich auch für Strommengen, die der Eigenversorgung dienen, eine reduzierte EEG-Umlage erhoben. Für den Drittverbrauch ist die volle EEG-Umlage in Rechnung zu stellen.

Wesentliche Änderungen durch das EEG 2017 zur EEG-Umlage ab 2018 bei Erweiterung, Erneuerung oder Ersatz von Bestandsanlagen

Rechtslage bis zum 31.12.2017: Wurde eine Bestandsanlage bis zum 31.12.2017 an demselben Standort erneuert, erweitert oder ersetzt, ohne dass sich die installierte Leistung um mehr als 30 % erhöhte, blieb der Bestandsschutz trotz der Maßnahme bestehen und die eigenverbrauchten Strommengen waren weiterhin von der Erhebung der EEG-Umlage befreit. Bei einer Erhöhung der installierten Leistung um mehr als 30 %, unterfielen die in der Stromerzeugungsanlage zur Eigenversorgung erzeugten Strommengen in vollem Umfang der Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage.

Rechtslage ab dem 01.01.2018: Ab dem 01.01.2018 führt auch eine Erneuerung oder Ersetzung einer Bestandsanlage ohne Leistungserhöhung gemäß § 61e EEG 2017 zu einer EEG-Umlagepflicht der zur Eigenversorgung erzeugten Strommengen in Höhe von 20 %.

Ab dem 01.01.2018 führt eine Leistungserhöhung von Bestandsanlagen zur EEG-Umlagepflicht. Die Inanspruchnahme der verminderten EEG-Umlage ist bei Einhaltung der Voraussetzungen des § 61 EEG 2017 möglich.

Meldepflichten des Anlagenbetreibers gegenüber der Westnetz GmbH

Die Meldepflichten sind aufgeteilt in Basisangaben und Angaben zur umlagepflichtigen Strommenge.

Bei der Anmeldung Ihrer Erzeugungsanlage zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme haben wir die erforderlichen Basisangaben zur Bewertung hinsichtlich der EEG-Umlagepflicht erfasst. Zu diesen Basisangaben gehören Informationen zur Eigen- oder Drittversorgung (Eigenversorgungskonzept), zur installierten Leistung sowie die Grundlage zur EEG-Umlagen-Privilegierung.

Bitte beachten Sie, dass Sie uns Änderungen an Ihrer Anlage bzw. Ihrem Eigenversorgungskonzept unverzüglich in Ihrem eigenen Interesse und zur Erfüllung der Vorgaben zum EEG mitteilen müssen. 

Fragebogen EEG-Umlage

Darüber hinaus müssen jährlich die EEG-umlagepflichtigen Strommengen ermittelt werden. Bei fernauslesbaren Zählern (registrierende Lastgangmessung – RLM) greifen wir auf diese Daten zu – eine zusätzliche Meldung von Ihnen ist in der Regel nicht erforderlich. Bei Messungen, die jährlich vor Ort abgelesen werden, teilen Sie uns bitte bis spätestens zum 28.02. des Folgejahres die Zählerstände z. B. über die Ihnen zugeschickten Ablesekarten zum Jahresende mit.

Bitte beachten Sie, dass wir hier nur allgemein über eine ggf. bestehende Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage gegenüber dem Netzbetreiber informieren können. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und Pflichten, die Sie im Hinblick auf die von Ihnen betriebene Anlage treffen sowie möglicherweise bestehende Mitteilungspflichten gegenüber der Bundesnetzagentur oder dem zuständigen Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH bzw. Tennet TSO GmbH müssen Sie in eigener Verantwortung prüfen und erfüllen.

Messkonzept 7 - Mieterstrommodell - Belieferung Dritter

Was muss bei der Belieferung Dritter mit Energie aus meiner Erzeugungsanlage beachtet werden?

Bei einer Belieferung Dritter mit elektrischer Energie sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

  1. Der Letztverbraucher muss die Möglichkeit haben, seinen Stromlieferanten selbst zu wählen.
  2. Für die an Dritte gelieferte Energiemenge muss EEG-Umlage abgeführt werden.
  3. Für die Inanspruchnahme des Mieterstromzuschlags müssen die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sein. 

Wie erfolgt der Wechsel in die Belieferung durch einen Fremdlieferanten?

Gemäß § 20 d EnWG hat jeder Letztverbraucher das Recht seinen Stromlieferanten frei zu wählen. 

Wenn also ein aus Ihrer Erzeugungsanlage belieferter Kunde in die Belieferung durch einen Dritten Stromlieferanten wechseln möchte, sind Sie sowie der Verteilnetzbetreiber zur Mitwirkung verpflichtet.

Es bestehen zwei unterschiedliche Möglichkeiten den Lieferantenwechsel zu realisieren:

  1. Für den Bezug des Letztverbraucher wird ein neuer Zähler parallel zu der Übergabemessung Ihrer Erzeugungsanlage installiert. Hierzu ist durch einen eingetragenen Elektroinstallateur die Anlage entsprechend umzubauen und ein Inbetriebsetzungsauftrag für den Zählereinbau bei der Westnetz GmbH einzureichen. Nach Zählereinbau kann ein Stromlieferant die Belieferung übernehmen.
  2. Für den Bezug des Letztverbrauchers wird durch einen Messstellenbetreiber in Reihe zur Übergabemessung ein Unterzähler für den Bezug des Letztverbrauchers zum Wechseltermin eingebaut (oder falls bereits ein Zähler eines wettbewerblichen Messstellenbetreibers installiert ist an den Verteilnetzbetreiber gemeldet). Hierzu senden Sie das ausgefüllte Formular „Anmeldung zur Erstellung einer Marktlokation in einer Kundenanlage“ spätestens 10 Werktage vor dem geplanten Lieferantenwechsel an mieterstrom@westnetz.de. Die Westnetz GmbH teilt Ihnen die Markt- und Messlokation über die der betroffene Kunde zukünftig beliefert wird mit. Entweder muss ein wettbewerblicher Messstellenbetreiber zum Wechseltermin auf die genannte Messlokation einen Zählereinbau (inkl. Zählerständen) an die Westnetz GmbH melden oder die Westnetz GmbH muss als Grundzuständiger Messstellenbetreiber durch einen Inbetriebsetzungsauftrag eines eingetragenen Elektroinstallateur mit dem Zählereinbau zum Wechseltermin beauftragt werden. Nach Zählereinbau durch den grundzuständigen Messstellenbetreiber oder nach Verarbeitung der Zählereinbaumeldung des wettbewerblichen Messstellenbetreibers kann ein Stromlieferant die Belieferung des Letztverbrauchers übernehmen.

Bei Fragen zum Lieferantenwechsel in Mieterstromanlagen helfen wir Ihnen unter 0800 93786389 mit dem Stichwort „Mieterstrom“ gerne weiter.

Wie erfolgt der Wechsel in die Belieferung mit Mieterstrom?

Wenn Sie einen Kunden der sich in der Belieferung durch einen fremden Stromlieferanten befindet, in die Belieferung mit Mieterstrom übernehmen möchten, muss der bestehende Bezugszähler des Letztverbrauchers demontiert werden oder es muss vom Messstellenbetreiber eine Demontagemeldung an den Verteilnetzbetreiber gesendet werden. Bevor Sie die Belieferung eines Dritten mit elektrischer Energie aufnehmen können und der bestehende Bezugszähler des Letztverbrauchers demontiert werden kann, benötigt die Westnetz GmbH eine Kündigungsbestätigung des bisherigen Stromlieferanten.  Wenn die Westnetz GmbH Messstellenbetreiber der Lieferstelle ist, ist durch einen eingetragenen Elektroinstallateur ein Inbetriebsetzungsauftrag für die Demontage des Zählers bei der Westnetz GmbH einzureichen. Beim Messstellenbetrieb durch einen wettbewerblichen Messstellenbetreiber (wMSB) darf der Zähler erst nach Bestätigung der Westnetz demontiert werden. Durch den wMSB ist die Demontage des Zählers an den Verteilnetzbetreiber zu melden. Ohne eine entsprechende Demontagemeldung fällt der Letztverbraucher in die Belieferung durch den zuständigen Grundversorger.

Wie wird bei Belieferung Dritter mit der EEG-Umlage umgegangen?

Wenn Sie aus Ihrer Erzeugungsanlage Dritte mit elektrischer Energie beliefern, ist auf diese Energiemenge 100 % EEG-Umlage an den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber (Amprion GmbH oder TenneT TSO GmbH) abzuführen. Die Meldung der an Dritte gelieferten Energiemengen können Sie nur direkt beim zuständigen Übertragungsnetzbetreiber melden.

Unter folgendem Link können Sie die Meldung der EEG-Umlagepflicht beim zuständigen Übertragungsnetzbetreiber vornehmen:

Amprion GmbH
TenneT TSO GmbH

Im Gebiet der Westnetz GmbH ist die Tennet TSO GmbH im Landkreis Sulingen (Niedersachsen) und in Schleswig Holstein der zuständige Übertragungsnetzbetreiber. In allen anderen Gebieten ist die Amprion GmbH der zuständige Übertragungsnetzbetreiber.

Damit die Westnetz GmbH nicht zusätzlich EEG-Umlage für den Selbstverbrauch aus Ihrer Anlage in Rechnung stellt, melden Sie bitte die Belieferung Dritter aus Ihrer Erzeugungsanlage über das Formular „Fragebogen EEG-Umlage“ an die Westnetz GmbH.

Was muss ich tun um den PV-Mieterstromzuschlag zu erhalten?

Wenn Sie für die aus der Photovoltaikanlage an Dritte gelieferte Energiemengen den Mieterstromzuschlag geltend machen möchten, müssen folgende Punkte erfüllt sein und dem Verteilnetzbetreiber nachgewiesen werden:

  1. Die Inanspruchnahme des Mieterstromzuschlages muss vor Belieferung Dritter der BNetzA im Marktstammdatenregister angezeigt werden und der jährliche Zubausektor von 500 MW/a darf noch nicht ausgeschöpft sein (hierzu reichen Sie uns einen Registrierungsnachweis ein).
  2. Die Photovoltaikanlage wurde nach dem 25.07.2017 in Betrieb genommen.
  3. Mindestens 40 % der Fläche des Gebäudes auf dem die Anlage errichtet wurde dienen dem Wohnen (bitte bestätigen Sie uns die Einhaltung der Voraussetzung schriftlich und reichen Sie einen Nutzungsplan des betroffenen Gebäudes ein).
  4. Die Energielieferung erfolgt in unmittelbare räumliche Nähe ohne Netzdurchleitung (hierzu reichen Sie bitte einen Lageplan mit sämtlichen Verbrauchsstellen und allen Erzeugungseinheiten ein).
  5. Die PV-Anlagen auf dem Gebäude sind in Summe kleiner 100 kW.
  6. Alle sonstigen Vergütungsvoraussetzungen für die Auszahlung der EEG-Umlage (z.B. die allgemeine Meldung der Anlage ins Marktstammdatenregister der BNetzA, die Inbetriebsetzung des Einspeisemanagements) müssen erfüllt sein.

Ablesekartenversand

Als Einspeiser unseres Netzgebiets erhalten Sie zur Ablesung Ihrer Zähler regelmäßig postalisch eine Ablesekarte von uns. Ihnen werden darauf verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, uns die benötigten Zählerstände für die Jahresabrechnung mitzuteilen. Unsere Zählererklärungen und die Beispiel-Ablesekarte helfen Ihnen ebenfalls bei der Ablesung:

zur Erklärung der Zählerstandseingabe

 Sie haben Ihre Jahresabrechnung bereits erhalten und jetzt Fragen dazu? Hier finden Sie einige Beispiel-Abrechnungen für die häufig genutzten Messkonzepte.

Änderung gesetzlicher Grundlagen

Da sich die gesetzlichen Grundlagen für Erneuerbare Energien regelmäßig anpassen, kommt es bei diesem Thema häufig zu Änderungen.

Zu den Änderungen