Informationen zum Zählerwesen und Messstellenbetrieb

Damit Sie stets den Durchblick haben: Wir haben alle wichtigen Informationen, Hinweise sowie hilfreiche Downloads zum Zählerwesen und Messstellenbetrieb für Sie zusammengestellt.

Eichgültigkeit von Zählern

Die Westnetz GmbH verwendet im geschäftlichen Bereich ausschließlich Messgeräte gemäß §31 des Mess- und Eichgesetz – MessEG. Damit können wir stets korrekte Messungen und Messergebnisse von Ihnen und Ihren Kunden gewährleisten.

 

Dokumentiert wird die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen und Verpflichtungen nach § 21b des Energiewirtschaftsgesetz durch Beglaubigungsplomben, -marken oder Konformitätszeichen. Diese finden Sie auf den verwendeten Geräten. Somit erfüllen wir als Netzbetreiber die Anforderungen gemäß § 33 Abs. 2 des MessEG.

Informationen zur Befundprüfung

Grundsätzlich kann jeder, der ein berechtigtes Interesse hat, jederzeit eine Nachprüfung der Messeinrichtung verlangen. Diese Befundprüfung nach  § 39 des Mess- und Eichgesetz – MessEG erfolgt durch eine Eichbehörde oder eine staatlich anerkannte Prüfstelle.

 

Sollte die Befundprüfung ergeben, dass das Messgerät nicht verwendet werden darf, trägt der Messstellenbetreiber die Kosten der Nachprüfung. Andernfalls muss der Antragsteller die Nachprüfungskosten übernehmen.

Aufgrund langjähriger Erfahrung weisen wir darauf hin, dass Zähler äußerst selten einen zu hohen Verbrauch anzeigen. Wir empfehlen Ihnen daher, zunächst einmal zu prüfen, ob  veränderte Gebrauchsgewohnheiten der Grund für einen erhöhten Verbrauch sein könnten.

Saldierende Zähler für Einspeiseanlagen

Die Westnetz GmbH verwendet gemäß Punkt 4.6 Abs. 9 der Anwendungsregel VDE-AR-N 4400 (Metering Code) ausschließlich elektronische Zähler, die nach dem Ferraris-Messprinzip ausgeführt sind.

Das heißt: Zunächst wird der zählpunktbezogene Saldo über alle drei Außenleiter gebildet. Auf dieses Saldo wird nun die Funktion „Rücklaufsperre" angewendet, beziehungsweise die Zuordnung zum Zählwerk Bezug oder Lieferung vorgenommen.

Informationen zu OBIS-Kennzahlen

OBIS-Kennzahlen (Object Identification System) werden zur eindeutigen Identifikation von Messwerten wie Energiemengen und Zählerständen verwendet. Aber sie kommen auch dann zum Einsatz, wenn abstrakte Daten beim elektronischen Datenaustausch zwischen Netzbetreiber und Stromlieferant identifiziert werden müssen. 

OBIS-Kennzahlen sind internationaler Standard und in IEC 62056-61 für das Medium elektrische Energie veröffentlicht. Die am häufigsten verwendeten Kennzahlen bei Haushalts-, Kleingewerbe- und Einspeiseanlagen sind:

  • OBIS 1.8.1 Wirkarbeit Bezug Tarif 1 (Zählerstand zeitabhängiger Tarif 1)
  • OBIS 1.8.2 Wirkarbeit Bezug Tarif 2 (Zählerstand zeitabhängiger Tarif 2)
  • OBIS 1.8.0 Wirkarbeit Bezug gesamt (Summe aller tarifunterschiedenen Zählerstände)
  • OBIS 2.8.1 Wirkarbeit Lieferung Tarif 1 (Zählerstand zeitabhängiger Tarif 1)
  • OBIS 2.8.2 Wirkarbeit Lieferung Tarif 2 (Zählerstand zeitabhängiger Tarif 2)
  • OBIS 2.8.0 Wirkarbeit Lieferung (Summe aller tarifunterschiedenen Zählerstände „Einspeisung")

Da es bei der Lieferung keine unterschiedlichen Tarife gibt, werden in der Abrechnung zur Lieferung die OBIS-Kennzahlen 2.8.1 und 2.8.2 addiert und als 2.8.0 ausgewiesen.


Download der OBIS-Kennzahlen

Messkonzepte

Die Vergütungsregeln von eingespeistem bzw. erzeugtem Strom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) sind komplex. Daher sind spezielle Messkonzepte erforderlich.

Für das Netzgebiet der Westnetz GmbH wurden einheitliche Messkonzepte unter Berücksichtigung der eichrechtlichen Vorschriften festgelegt. Dadurch verfügen alle Marktpartner über die gleichen Voraussetzungen für die gesetzeskonforme und diskriminierungsfreie Abrechnung sowie für die Umsetzung der Wechselprozesse im Messwesen (WIM).

Messkonzepte der Westnetz GmbH

EDL21-Zähler

Bis zum Inkrafttreten des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) von 2011 verbaute die Westnetz GmbH sogenannte EDL21-Zähler. Diese geben den tatsächlichen Energieverbrauch sowie die tatsächliche Nutzungszeit für lediglich 12 Monate an.

Der Einbau der EDL21-Zähler erfolgte in Gebäuden, die neu an das Energieversorgungsnetz angeschlossen oder einer größeren Renovierung unterzogen wurden. Nähere Informationen erhalten Sie in unserer Kurzanleitung als Download oder in unserem FAQ-Bereich.

Kurzanleitung für EDL21-Zähler

Zu unseren FAQs